Deutsches Projekt gewinnt Hauptpreis bei ShLOW!-Wettbewerb

Brüssel, 25. März 2010 – Wie kann man Autofahrer davon überzeugen, vorsichtiger zu fahren und damit die Anzahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren? 45 Studierende aus zehn EU-Staaten entwickelten Konzepte innerhalb des Ideenwettbewerbs „ShLOW – Show me how slow“, den der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) ins Leben gerufen hatte. Den ersten Platz sicherte sich Per Wulf von der Medizinischen Hochschule Hannover mit einem neuen System von Fahrbahnmarkierungen.

„Meine Idee war es, Bremswege und damit Fahrphysik für den Autofahrer sichtbar zu machen“, so Wulf. Dazu sollten farbige Fahrbahnmarkierungen den Anhalteweg bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h zeigen. Doch auch die Strecke, auf der der Bremsvorgang begonnen werden kann, ohne den Mindestbremsweg zu benötigen, sollte veranschaulicht werden. So weist ein grünes Dreieck mit der Spitze nach oben auf den Punkt hin, ab dem der Autofahrer spätestens bremsen muss, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Ab diesem Punkt kennzeichnet ein rotes Dreieck, das auf der Spitze steht, den mindestens benötigten Bremsweg. Schilder entlang der Straße weisen den Autofahrer auf die Besonderheit hin.

Der Praxisversuch auf einer Straße in Hannover wurde durch Geschwindigkeitsmessungen und Dialog-Displays begleitet. Vor dem Feldversuch fuhren Autofahrer im Schnitt 10 km/h schneller als erlaubt.

Quelle: ShLOW

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